Im Judentum hat das Erinnern auch in Verbindung mit dem Holocaust eine große Bedeutung.
Das Zweite Vatikanisches Konzil war eine Versammlung der katholischen Kirche (1962–1965), die stattfand, um die ‚Zeichen der Zeit‘ zu deuten und zu prüfen, was dies für die Entwicklung der Kirche in Gegenwart und Zukunft bedeutet.
Eine wichtige Erklärung, die damals entstand, war das Dokument Nostra Aetate („In unserer Zeit“). Es markierte eine historische Wende im Verhältnis der katholischen Kirche zu nichtchristlichen Religionen, indem es Achtung und Dialog fördert, das Wahre in anderen Religionen anerkennt und den Antijudaismus verurteilt.
„Im Bewusstsein des Erbes, das sie mit den Juden gemeinsam hat, beklagt die Kirche, die alle Verfolgungen gegen irgendwelche Menschen verwirft, nicht aus politischen Gründen, sondern auf Antrieb der religiösen Liebe des Evangeliums alle Hassausbrüche, Verfolgungen und Manifestationen des Antisemitismus, die sich zu irgendeiner Zeit und von irgendjemandem gegen die Juden gerichtet haben.“
Der Text betont die Bedeutung der „religiösen Liebe des Evangeliums“ als Motivation, sich gegen Verfolgung, Hass und Antisemitismus einzusetzen.
Ein Beispiel dieser Liebe aus der Bibel ist das Gleichnis vom barmherzigen Samariter.
„Ihr seid nicht verantwortlich für das, was geschah. Aber dass es nicht wieder geschieht, dafür schon.“
Max Mannheimer (Holocaust-Überlebender)
„Wir vergessen nicht, was geschehen ist! Wir vergessen nicht, was geschehen kann!“
Frank-Walter Steinmeier (Bundespräsident)
„Erinnern heißt nicht nur zurückblicken, sondern auch Verantwortung für heute und morgen übernehmen.“
Richard von Weizäcker (ehem. Bundespräsident)
„Erinnern heißt, Verantwortung zu übernehmen – für uns selbst und für andere. Demokratie lebt davon, dass wir hinschauen und handeln.“
Jan Assmann (Kulturwissenschaftler)
„Erinnerung an den Holocaust bleibt unsere erste Pflicht.“
Annette Schavan (Politikerin)
Es gibt immer weniger Zeitzeugen, die von ihren eigenen Erfahrungen berichten können. Entwickelt in Kleingruppen eine digitale Form des Erinnerns, z.B. mit CapCut. Bezieht dazu die Informationen, die ihr erarbeitet habt, mit ein und stellt euch eure Ergebnisse gegenseitig vor. Gebt euch ein konstruktives Feedback.
Die Schülerinnen und Schüler können …
Methodenkompetenz
• zu religiös relevanten Themen selbstständig innerhalb und außerhalb der Schule Informationen beschaffen,
• religiös relevante Sachverhalte im (schul-)öffentlichen Raum unter Zuhilfenahme von Medienprodukten (z. B. computergestützt) verständlich, adressatenorientiert und fachsprachlich korrekt präsentieren,
• Inhalte religiös relevanter audiovisueller Medien interpretieren,
Urteilskompetenz
• eigene Standpunkte zu menschlichen Verhaltensweisen und zu geschlechtsspezifischen Rollenbildern sowie zu religiösen und ethischen Fragen begründen und vertreten,
Handlungskompetenz
• die Verantwortung für das friedliche Zusammenleben von Menschen mit unterschiedlichen religiösen Überzeugungen mit übernehmen,
• weitgehend selbstständig Projekte zu religiös relevanten Themen planen, durchführen und reflektieren.
Um Ihnen ein optimales Erlebnis zu bieten, verwenden wir Technologien wie Cookies, um Geräteinformationen zu speichern und/oder darauf zuzugreifen. Wenn Sie diesen Technologien zustimmen, können wir Daten wie das Surfverhalten oder eindeutige IDs auf dieser Website verarbeiten. Wenn Sie Ihre Einwilligung nicht erteilen oder zurückziehen, können bestimmte Merkmale und Funktionen beeinträchtigt werden.